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Titel:
Überall gewesen sein – niemandem sagen wo man war
UT.:
Canetti / Ohrenzeuge – akustische Metamorphosen einer wandernden Klanginstallation
1. Station Wittgensteinhaus Symposion zu Canetti Wien, 10.6.2005
Installation im Wittgensteinhaus Wien, Paravent aus Industriegummi,10 darin integrierte Kleinlautsprecher beidseitig abstrahlend innerhalb der Hülle montiert, Zehnkanalton, niedrigster Schallpegel (fast flüsternd: Collage aus Canettitexten, gesprochen von Manfred Moser).
Es entsteht eine Art voyeuristische Situation wie in einem Cafehaus an zwei Nachbartischen hinter einem dazwischen stehenden Paravent. Der eine Hörer hört andere Textfragmente, als der hinter dem Paravent sitzende Nachbar. Beide müssen aber ihre Ohren spitzen, dass sie überhaupt einen Zusammenhang der Texte erfassen können, brauchen dazu auch die schlecht hörbare andere Seite ...
2. Station Universität Klagenfurt Symposion „Bewegung und Aufenthalt“ ,13. 5. 2006
Die Textfragmente von Elias Canetti sind hier unter Hochglanzschalen, räumlich verstreut im Innenhof der UNI Klagenfurt über eine größere Fläche verteilt.
Kaum hat man ein Textbruchstück erfasst – springt es bereits unter irgendeine andere Hochglanzkuppel. Wegen der Unschärfe der Wahrnehmung durch die permanenten Verortung der Sprachfetzen muss der Zuhörer immer aufs Ganze gehen ...
3. Station Irgendein Ort, jederzeit
Die Hochglanzkuppeln sind geblieben, die Sprache hat sich verändert: Frühlingshaftes Vogelgezwitscher springt nun von Kuppel zu Kuppel. Unsere Erfahrung lässt die Wahrnehmung ausrutschen: Es scheint als wären wir mittendrin im Wald und alles spricht von überall her auf uns ein ...
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