Kategorie - Wettbewerbe  
  >> St. Modestus, Wettbewerb
    Jahr:2005
Wvznr: 568
Wettbewerb: Außengestaltung, eine Art Kreuzweg.
St. Modestus, Fischlsiedlung, Klagenfurt
TEXT: Beschreibung

VORAUSSETZUNG
Die Kirche St. Modestus im Schwerpunkt der Fischlsiedlung ist als Bauwerk in seiner Außenwirkung insgesamt nicht besonders attraktiv. Das liegt zum einen an der typischen 70er Jahre Architektur, die kein klares Bild eines Sakralbaues vermittelt. Versuche dies zu ändern müssen aber von einem radikalen Ansatz aus betrieben werden, denn die Funktion einer „Seelsorgestation“ im städtischen Umfeld hat sich grundlegend verändert.
Der Anspruch eines Ortes, der innerhalb einer Siedlung als Raum der Kontemplation und des lebendigen Austausches und Aktivität gelten soll, wird durch gestalterische Applikationen am Bau allein kaum verbessert werden können.

ANSATZ
Den Ort „St. Modestus“ geografisch auszuweiten ist Ziel des vorliegenden Entwurfs.
Kreuzweg
Die heute üblichen 14 Stationen hat der Franziskanermönch Antonius Daza im 17. Jahrhundert aus den, seit seinen Ursprüngen der Volksfrömmigkeit zugerechneten, Umzügen entwickelt. In der Nacholge
Dazas fanden die sg. Kreuzwegstationen als Reliefs und Ähnlichem hauptsächlich in den Innenräumen der Kirchen Platz.
Mein Entwurf sieht das Installieren einer Passio im öffentlichen Raum vor, die als eine Erweiterung in den Alltag der Bewohner integriert ist.
Der Weg führt spiralförmig durch die Siedlung und endet an der 15. Station: Auferstehung = Kirche

ENTWURF
Die farbigen Edelstahltafeln zeigen als Ausschnitte 14 übereinander angeordneten Kreuze. Diese beginnen unten, wie aus einer „anderen“ Zeit in unser „Sichtfeld“ aufsteigend und werden oben aus dem „Sichtfeld“ entlassen: Die Kreuzwegstationen beschreiben eine Durchgangssituation.
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Die Stationen aus der Passio Christi sind im ursprünglichen Kontext als rot leuchtende Kreuze an ihrem numerischen Platz eingesetzt. Daneben wird in senkrechter Schrift die spezifische Station mit einem Wort begleitet, das aus den ursprünglichen Kreuzwegstexten herausgefiltert wurde. Ich habe hauptsächlich die Evangelien, einige einschlägige Psalmen und verschiedene Meditationstexte dazu verwendet.
Als einfach lesbare Objekte sollen diese Elemente an Laternenmasten montiert werden. Die Richtungsinformation zur Kirche ist durch die eindeutige Unterscheidung von Vorder- und Rückansicht ablesbar.

MATERIAL: Edelstahlkonstruktion, elektro-chemisch gefärbt, Acrylglaskreuze.
Die Oberflächen: Durch das Strukturieren und Färben der Flächen, ergibt sich ein „Schillern“ der Oberflächen, die zudem von einer Farbveränderung beim Vorbeigehen begleitet wird.




 
 
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