Kategorie - Wettbewerbe  
  >> Wettbewerb Grosslobming
    Jahr:1995
Wvznr: 390a
Wettbewerb Schule Grosslobming: "Höhrgänge"
INFO
Ein unterirdisches Rohrnetz ermöglicht Kommunikation zwischen den verschiedenen Pausenhöfen der einzelnen Klasse über "Terminals", die als Höhr- und Sprechbasen als Säulen iun den Höfen stehen. Alle Verbindungen enden vor dem Schulgebäude. Hier wird durch einen megaphonartigen Konus das gesamte "Rauschen" der Schulaktivitäten hörbar auf den Platz übertragen.

text zum Wettbewerb:
PROJEKT: NEUBAU DER VOLKSSCHULE GROSSLOBMING
KÜNSTLERISCHER WETTBEWERB PROJEKT: TOMAS HOKE


BESCHREIBUNG

PROJEKT: Sprechrohr/Stille Post, Schulneubau Großlobming

Das Projekt besteht aus einem System von miteinander verbundenen Kommunikationssäulen.

Die den Klassen vorgelagerten Höfe werden mit dem Schulhof akustisch verbunden.

Eine Rohrleitung überträgt den Schall von den Klassenhöfen in den Schulhof und umgekehrt.

Die Klassenhöfe liegen auf einer akustischen Achse die durch vier ?Sprech- und Horchsäulen? miteinander verbunden sind und im weiteren Verlauf bis zum Schulhof reichen.

Die Säulen sind gleichzeitig für Sender von geheimen Nachrichten, als auch für Empfänger Orte der direkten Kommunikation. Durch die Vermischungsformen (5 Säulen auf einer Übertragungsbahn) werden Sender und Empfänger Teil eins bildhaften Ausdrucks der Informationsgesellschaft.

Das Innen (Klassenhöfe) und das Außen (Schulhof) wird austauschbar.

Die Anlage besteht aus Modulen: Die Sprech/Horchsäulen sind Resonanzkörper aus Edelstahl und Kupfer (Trichter) die unterirdisch mit einer Kunststoffrohrleitung akustisches Material übertragen. In die Trichter gesprochen, geflüstert, gesungen getrommelt etc. wird Lautmaterial auf die Bahn geschickt, das an allen Sprech/Horchsäulen empfangen werden kann und auch beantwortet, kommentiert und mitgesungen werden kann.

SYSTEM
Schulhof 1. Klasse 2. Klasse 3. Klasse 4. Klasse

ZU DEN ENTWÜRFEN:

Das Modulsystem ist variabel, es könnten auch andere Bereiche verbunden werden (zBsp. Innenbereich), dies wäre nach Absprache durchaus eine Diskussionsgrundlage. Der Entwurf versteht sich zunächst als konkretisierbarer Vorschlag.

Die Anlage ist nach Bedarf erweiterbar, bzw. nach technischen Möglichkeiten bis in die Innenräume ausbaufähig.

Die Schallübertragung kann sowohl konkrete Nachrichten übertragen, als auch Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung: so kann man als Besucher des Schulhofes die Aktivität der Klassenräume wahrnehmen und umgekehrt. Nachrichten sind sozusagen immer öffentlich, da das dialogische System einer reinen Empfänger/Sender Situation durchbrochen wird. Andrerseits ist der Sender von Nachrichten nie genau zu lokalisieren bzw. ist nicht feststellbar wer wo mithört. Das Spiel kann beginnen.
TECHNISCHE BESCHREIBUNG

Die Sprech)Horchsäulen in den Klassenhöfen:
Höhe variabel: Zuordnung der Höhe je nach Klassen: 1. Klasse ca 120 cm , 4. Klasse ca 145 cm).
Resonanzkästen; rostfreier Edelstahl verschweißt. Schalltrichter Kupfer (vergittert gegen eindringende Fremdkörper). Ø ca 250 mm.
Rohrleitung: Kunststoff, Ø ca 100 mm.

Entwässerung: Resonanzkästen am Boden mittels Bohrungen zur Aussickerung
Rohrleitung an den tiefst gelegenen Stellen durch Bohrungen zum Aussickern von Kondensat etc.


ANLAGE

Die Kästen vor den Klassenhöfen werden hinter der ersten Betonstufe verankert. Die Rohrverbindung wird innerhalb der Schüttung bis zur Wand richtung Straße geführt, dort außen entlang bis zum Eingang des Schulgebäudes geführt. Dort kommt zwischen den Stützen des Glasdaches ein rostfreies Stahlrohr aus dem Boden und bildet mit dem Trichterabschluß (Kupfer) den Beginn bzw. das Ende der Installation. Dieses Rohr ist drehbar gelagert, sodaß die Richtung des Trichters zum Schulgebäude bzw. von diesem weg weist.

BAUSEITIGE Maßnahmen.

Das Rohr soll noch vor der Aufschüttung verlegt werden können. an den tiefsten Stellen muß eine Schotterung eingebracht werden (Aussickerung Kondensat).
Die Montage der Schallkörper wird noch vor der Zuschüttung der Flächen gemacht, daher sind bis zur Montage die Stellen offen zu halten. Mauern sollen durchbohrt werden können (Schlauchdurchlaß). Zuschüttung und Bepflanzung bauseits.



MODELL
Zur Anschauung der Anordnung, sowie Material und Bauart. Die Abstände zwischen den Säulen sind nur Annäherungen, die Größe der Resonanzkästen ist im Maßstab1:10. Die einzelne Rohrmarquette bezeichnet 1:10 den im Schulhof situierten Installationsteil. Es könnte durchaus auch ein Resonanzkasten wie in den Klassenhöfen eingesetzt werden.






 
 
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