Kategorie - Wettbewerbe  
  >> Wettbewerb Berufsschule Villach
    Jahr:1995
Wvznr: 388
3 Wagenartige Pseudo Landmaschinen vor den Werkstattblöcken der Schule. je 6 x 2 x 1,3 m Modelle 1:10
Thema: Landmaschinen als unbrauchbare Konstrukte, die aber auf einerb metaphorischen Ebene einiges erzählen.
Siehe auch WV 389, Pflugwagen

Text
BerufsschuleVillachWB

GRUNDLAGEN

Der Altbau ist bereits eine künstlerisch gestaltete Einheit, die ?Obersteinerstele? soll wieder an ihrem ursprünglichen Platz.

ORT
Bearbeitet wird die Grünfläche zwischen der Tirolerstrasse und den Neuzubauten:
Zwischen der Tirolerstrasse und dem Werkstatttrakt soll vor den drei Kämmen, längs an deren Stirnseite, jeweils eine Monumentalplastik errichtet werden, die thematisch auf die Widmung der einzelnen Gebäudeteile eingeht.
Zwischen den Verkehr auf der Tirolerstraße und den stark farbigen Gebäudeteilen sollen die drei wagenartige Skulpturen weithin sichtbar eingefügt werden, deren Ausführung erstens auf die technische Widmung des Gebäudes hinweisen, zweitens auf den Zusammenhang Straße ? Gebäude eingehen.
THEMA
Die drei Werkstattgebäude haben im Erdgeschoss Werkstätten, die sich mit Fahrzeugen und deren Technik beschäftigen. Immanent liegt in diesem ?Werkstattfundament? das Wesen des gesamten Komplexes. Es geht einerseits um die Konstruktion, andrerseits auch um grundsätzliche handwerkliche Betätigung im Zusammenhang mit Fahrzeugen und Gebäuden.

Für diesen Gesamtcharakter habe ich dasThema:
?DER WAGEN?
gewählt.

Die 3 Wägen sind einfache, monumentale Skulpturen, die Grundformen von Fahrzeugen als Konstruktionselemente aufweisen (wie zum Beispiel das Rad, die Pflugschar oder das Haus >als fahrbares Behältnis< , die Welle als Achse oder >Kurbelwelle< etc.).
Die einfachen geometrischen Körper sind aus rostfreiem Edelstahl präzise verschweißt und in Fundamenten verankert. Die Oberflächen werden mit verschiedenen Graduationen und Schleifformen gleichmäßig gestaltet, sodass sich vor der Farbigkeit der Gebäude klare, metallene und präzise Skulpturen abheben: Die Wägen sind über 2 Meter hoch und bis zu 6 Meter lang.
1. Wagen: ?PFLUGWAGEN?

Vor dem Ostkamm, der im Erdgeschoß die Schmiede, sowie die Werkstätten für Landmaschinenfertigung beherbergt, soll der ?Pflugwagen? stehen.

Die einfache Form des fahrbaren Pfluges, hier als jene Form des Keiles der in die Erde eindringt, weist auf das Handwerk des Schmiedes hin, dessen Ursprung sich im Herstellen von Werkzeugen zur Landbearbeitung findet.

2. Wagen: ?Hauswagen?

Vor dem Mittelkamm, der im Erdgeschoß die Modellbauwerkstätte sowie die Spengler und Karosseure beherbergt, soll der ?Hauswagen? stehen.

Die Form des Hauses auf Rädern hat mit dem Bedürfnis nach Mobilität und Schutz, sowie mit der Beziehung ?Mobilität ? Sesshaftigkeit? zu tun. Im Zusammenhang mit dem Ursprung des Konstruktionsgedankens ?Gebäude? ist die ?labile? Aufstellung auf zwei Rädern auch ein Hinweis auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen Mobilität und Wohnbedürfnis.

3. Wagen ?RADWAGEN?

Vor dem Ostkamm, der im Erdgeschoß die Vulkaniseure und die KFZ-Mechaniker beherbergt, soll der ?Radwagen? stehen.

Auf einer Achse sind vier Räder hintereinander montiert, deren Teilung in zwei Hälften jeweils versetzt Drehbewegung suggeriert. Diese ?Welle? erinnert auch an das Herzstück der motorisierten Bewegung: die Kurbelwelle.

Alle Wägen haben die gleichen Radformen und -größen.
Die Teilung der Räder in zwei Hälften haben bei jedem Wagen andere Funktionen zu erfüllen: Beim ?Pflugwagen? suggeriert die Schrägstellung Druck, beim ?Hauswagen? horizontales Gleichgewicht, beim ?Radwagen? Drehung.





 
 
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