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  >> Vortrag Raum:Kontext, Waidhofen an der Ybbs, 21.9.2007
    Jahr:2007
Wvznr: T68
Vortrag zum Thema: Kunst und Öffentlicher Raum
Sichtbare Unwirklichkeiten (Jorge Luis Borges)
Referat Tomas Hoke 21.9.2007 Waidhofen: Raum:Kontext, res urbanae

Über Baustellen und andere Stolpersteine
UT.: Der Künstler als Transformator

Stichworte

Für Künstler zur Einübung
Kunst im öffentlichen Raum
- steht immer im Weg.
- altert schneller als man selbst.
- verschwindet im Alltag.

Für Rezipienten zur Einübung
Kunst im öffentlichen Raum
- ist Erlebnis.
- markiert einen Ort der Erinnerung.
- katalysiert Orte und transformiert Sehgewohnheiten.

Für Auftraggeber zur Einübung
Kunst im öffentlichen Raum
- simuliert Identität.
- ersetzt den Pranger.
- gehört jedem und niemanden.




Ich möchte kurz meine Beschäftigung mit dem öffentlichen Raum skizzieren:
In den späten Siebzigern und anfangs der 80er Jahre war die Beschäftigung mit Kunst im öffentlichen Raum, zum Bsp. selbst als Wettbewerbsteilnehmer, höchst suspekt.

Die zwiespältige Situation, in die man sich damit als Jungkünstler brachte, habe ich an der Hochschule für Angewandte Kunst am eigenen Leib erfahren – das war ein Feld für korrumpierbare Auftragskünstler, die den hehren Anspruch der „reinen“ Kunstausübung verraten.
Aber ich hatte irgendwie die Sandkastendiskussionen satt, realisierte einige Projekte am Bau, und beschäftigte mich in der Folge intensiv mit Architektur Kunstgeschichte und Kultursoziologie, und kam über diese Schiene zur Beschäftigung mit den Bedingungen, die den öffentlichen Raum zum Handlungsspielraum für künstlerische Eingriffe aufbereitet.

Es kristallisierte sich immer mehr heraus, dass eine grundlegende Auslotung notwendig ist, um den öffentlichen Raum überhaupt als solchen per definitionem zu bestimmen.

1988/89 entwickelte ich zusammen mit H.P.Maya als Kuratoren der Dreiländerbiennale INTART, in Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt, ein Organisationskonzept, das interdisziplinär Orte mit Brisanz an der Peripherie untersuchte. Es entstanden daraus eine Fülle künstlerischer Projekte, deren Produktionsprozesse, die, im Gegensatz zur üblichen Repräsentationskultur, vor Ort und unter heftiger Teilnahme der Anwohner veröffentlicht wurden.
Die Information wurde über die Medien verteilt, eine eigene Rubrik in der Kleinen Zeitung und ein Vertrag mit dem ORF, alle Projekte zu dokumentieren und zu senden, begleiteten die Aktionen. Ein Buch kam im Ritterverag heraus; (mit dem schlichten Titel: „Rettung der Welt“).
Diese Organisationsform war ein Vorläufer des „Festivals der Regionen“, das 5 Jahre später in Oberösterreich gegründet und bis heute ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Kulturereignisse ist.

Mir war klar, dass ein Künstler des Öffentlichen Raums auch an der Gestaltung der Bedingungen zu arbeiten hat, und sich damit auch politisch engagieren muss.
Damals wurde ein neues Kulturfördergesetz diskutiert, Kulturreferent und LH Peter Ambrozy setzte ein Gremium ein, das mit Kulturarbeitern aus allen Sparten beschickt wurde, um ein innovatives, und den Anforderungen der Zeit entsprechendes Gesetz mit zu gestalten.
Es war also eine gute Zeit wesentliche Veränderungen zu gestalten.

Dieses Gesetz war damals das innovativste Österreichs – wurde aber leider wenig später durch die Regierung unter Haider völlig ausgehöhlt und kommt kaum mehr zur Anwendung.

Durch die strategische Auslagerungen und (>Schein<)Privatisierungen der öffentlichen Bauträger in LIG (Landesimmobiliengesellschaft), KABEG (Krankenanstalten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft), BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) ist das Budget für Kunst im öffentlichen Raum, das zumindest 1% der Bausummen laut Kulturförderungsgesetz auszuschütten hätte, verloren gegangen, die Wettbewerbskultur vernichtet. Heute sind die Budgets aus diesen Titeln der Willkür und des Goodwills einzelner ausgeliefert, das Kulturbudget des Landes wird für Kunst im öffentlichen Raum ohne Transparenz an einzelne Projekte willkürlich verteilt.
Durch die scharfe Kritik an den von der EU bemerkten „Scheinprivatisierun¬¬gen“ wird der Druck auf diese Gesellschaften größer, (die Künstlern gegenüber bereits pseudofeudale Attitüden ausspielen), es beginnt sich leise etwas zu bewegen.
(Das Geld für die Bautätigkeit kommt natürlich nach wie vor aus dem öffentlichen Topf [über Leasingverträge zB.] und ist daher als Budgetzahl in den Haushalt sehr wohl aufzunehmen. Mit diesem Trick verschleiert man in Österreich nämlich die wahren Budgetzahlen gegenüber der EU).
Ohne Änderungen im Gesetz wird aber weiterhin strukturell eine Grauzone erhalten, die es einigen Protagonisten ermöglicht private Machtspielchen zu treiben.
Die Vernichtung von kulturrelevanten Strukturen wirkt sich seit nunmehr 10 Jahren in der gesamten Gesellschaft aus – in Kärnten gibt es buchstäblich keine funktionierende und transparente Kulturverwaltung mehr, die Kulturinitiativen sind Konkurrenten um ein paar Brösel geworden, die Szene ist gespaltet.

Aktuellste Entwicklung: Kleine Ztg. 10.9.2007
Zitat
Fahnenschmuck für ganz Kärnten
Eine Aktion der Kulturabteilung des Landes und der Kleinen Zeitung macht es möglich: Kärntner Fahnen für jeden Haushalt.

„Eine Kärntner Fahne gehört in jeden Haushalt", sagt Landeshauptmann Jörg Haider. Darum hat die Kulturabteilung des Landes jetzt mit der Kleinen Zeitung eine Aktion gestartet. "Jedem Kärntner seine Flagge" könnte das unausgesprochene Motto lauten, denn für wohlfeile 30 Euro kann man schon ein drei Meter langes gelb-rot-weißes Banner erstehen. Der Normalpreis liegt etwa bei 80 Euro. Weil aber das Land für jede Fahne einen Aufschlag zahlt und die Herstellerfirma Montfort kräftig Prozente gibt, ist der günstige Preis möglich.

Ende des Zitats
Der Kulturreferent Kärntens betreibt auf seine Art Kunst im öffentlichen Raum ...

Heute gibt es in Kärnten, weder auf politischer noch auf Beamtenebene, Ansprechpartner für Kunst und Öffentlicher Raum – und dieser Raum wird durch populistische Events überschwemmt - ein ernsthafter Diskurs findet nicht mehr statt.

Mittlerweile nehme ich die Sache gelassener – ich konzentriere mich auf das Wesen der Kunst, nicht mehr allzu sehr auf deren Rahmenbedingungen.
Eigentlich beansprucht die Kunst alle Lebensräume – und in welchem Raum sich ein Künstler/eine Künstlerin einrichtet, ist für die Relevanz der Kunst in der Öffentlichkeit ziemlich egal. Entscheidend ist die richtige Wahl der Mittel für den Rahmen, der zu füllen ist.
Ich arbeite an manifesteren Projekten mit der Architektur genauso wie ich temporäre Interventionen im öffentlichen Raum einrichte oder organisiere.
Heute wähle ich die Mittel, die ich für ein Projekt einsetzen will, aus einem reichen Fundus aus: Jede Aufgabe ruft nach einem spezifischen Medium, was bedeutet, dass meine Werkstatt im Lauf der zeit ein multitechnisches Labor geworden ist.

Im Moment sind temporäre Interventionen mehr im Fokus, daher beginne ich gleich damit.

Temporäre Interventionen

Wenn es um die Nachhaltigkeit künstlerischer Projekte geht, ist es nicht mehr notwendig permanente Installationen zu errichten – temporäre Ereignisse sind zumindest ebenbürtig – und ihre Wirkung in Erkenntnis und Erinnerung ist nicht zu unterschätzen.
Sie ist inzwischen zu einem wesentlichen Element in der Auseinandersetzung im öffentlichen Raum geworden. Die politische Brisanz künstlerischer Anliegen kommt hier unmittelbarer zum Ausdruck, was naturgemäß bei den Parteien unterschiedliche Reaktionen auslösen, und bis zum Schwingen der Zensurkeule führen kann. Kunst wird zum Prüfstein der Zivilgesellschaft.

Veränderung generiert Aufmerksamkeit.

Wenn der alltäglich erlebte Umraum durch temporäre Eingriffe künstlerischer Art immer wieder neue Aspekte als Ort in der der Zeit vermittelt, dann wird er als höherwertiger und erweiterter Lebensraum wahrgenommen – er bekommt eine simultan erlebte Geschichte.

Für die KünstlerInnen ist diese Arbeitweise ähnlich einer Laborsituation, denn die Reaktionen auf das Werk sind unmittelbar zu erfahren. Es ist erstaunlich, dass kurzlebige Ereignisse und Projekte sich oft sehr lange im öffentlichen Bewusstsein halten. Vielleicht liegt das daran, dass kollektives Bewusstsein stärker auf Erlebnisse fokussiert ist, als auf das stille Betrachten eines Objektes.
Hier sieht man wie unterschiedlich Künstler an bestimmte Aufgaben herangehen müssen, wollen sie qualitätsvolle (dh. auch nachhaltige Wirkung) erzielen. Der Einsatz für temporäre Projekte ist grundsätzlich verschieden zum Einsatz im Baubereich, wenn nicht einfach eine Skulptur aufgestellt, oder ein Bild aufgehängt werden soll.

Der als Baukünstler agierende Künstlertyp wird versuchen ein differenziertes Verhältnis zum Architekten zu entwickeln, um seinen gestalterischen Impuls nicht als Ornament appliziert an Bauwerken wieder zu finden, sondern als strukturelles Implantat, das als Ausweitung der Architektur und des Umraumes energetische Funktionen erfüllt.

Der in temporären Interventionen agierende Künstlertyp verhandelt seine Intention eher über szenische Verfahren vor dem Hintergrund direkter Öffentlichkeit, oft auch im Rahmen von großflächig organisierten Projekte (Festival d. Regionen).



Erwartungen und Kommunikation

Über die Orts- und Kontextabhängigkeit von Kunst im öffentlichen Raum muss hier nicht mehr die Rede sein, man setzt sie voraus.

Über die wechselseitigen Erwartungen gibt es aber hingegen einiges zu diskutieren.

Der Paradigmenwechsel im öffentlichen Raum vollzieht sich im Erweitern des Privatraums in dieses Feld, was zur Folge hat, dass gleichzeitig der politische Handlungsraum zurückgedrängt wird. Kunst, die sich heute hier behaupten will, muss dialogische Qualitäten entwickeln, was heißt, dass immer stärker der Rezipient zum integralen Bestandteil des Werkes wird.

Vor diesem Hintergrund ist jede Intervention, deren Sinnzusammenhang nicht klar kommuniziert wird, zum Scheitern verurteilt, vor allem dann, wenn sich die Intentionen ausschließlich an einem „Fachpublikum“ orientieren. Dann landen die Bilder der Szene in den einschlägigen Magazinen und Dokumentationen – das Aggregat „Kunstwerk“ wird vor Ort seine Wirkkraft nicht adäquat entfalten können, weil es nicht „gelesen“ werden kann.

Der ästhetische Erfahrungshorizont der Rezipienten im öffentlichen Raum reicht im Allgemeinen natürlich nicht aus, um über eine subjektive Wahrnehmung hinaus ein Zeichensystem zu deuten – aber man kann ihm entgegenkommen:
Wie schon gesagt, dialogische, bzw. interaktive Qualitäten schaffen hier Handlungsspielraum. Ich nenne diesen Spielraum „Resonanzraum“.

Der Begriff „Resonanzraum“ bezeichnet Räume, in denen durch Interaktion Energiepotentiale wirksam werden, die Passanten und Betrachter gleichsam „aufladen“.
Ich behaupte, dass jede künstlerische Intervention, die am Gesamtraum interessiert ist, eine „Streckung“ des Bewusstseins in jedem einzelnen bewirkt.
Wenn im Verlauf einer en passant Wahrnehmung ein Stimmungswandel stattfindet, ist das schon die halbe Miete, sozusagen. Kommt dann noch ein erhöhtes Aufmerksamkeitspotential dazu, dann könnte das Aggregat Kunstwerk Teil eines komplexeren Ereignisses werden, dessen Halbwertszeit zumindest im Erinnerungsraum eine zeitlang hält.

Das Kunstwerk als Katalysator, der Künstler als Transformator der Wirklichkeitsenergie.


Künstler=Dienstleister:
Künstler des öffentlichen Raums agieren im oben beschriebenen Resonanzraum als Dienstleister. Zuallererst natürlich als Dienstleister der Kunst, und in der Folge als Kommunikationsdesigner. Denn um Kommunikation geht es strukturell im Öffentlichen Raum.

Um den Status eines Kulturdienstleisters in der Gesellschaft zu erreichen, muss das Berufsbild neu definiert werden: Vergleicht man die, von der Gesellschaft völlig akzeptierte, Berufsform des im „Dienst an der Öffentlichkeit“ Angestellten, mit dem des „im Dienst der Kultur“ wirkenden Künstlers, dann könnten die fest gefügten Bilder nicht unterschiedlicher sein.

Also worauf steht der Künstler des öffentlichen Raums, wenn nicht auf tönernen Füßen?

Eines steht fest, er sitzt zwischen den Stühlen, und wird solange dort eingezwängt sein, bis er von der Gesellschaft als Kulturdienstleister anerkannt wird.

Die ästhetische Kompetenz der Künstler im Ö.R. besteht darin, dass sie den Handlungsraum adäquat zu den Verhältnissen bestimmen können, um darin einen Sinnzusammenhang durch Gestaltung zu erzeugen.
Künstler/innen transformieren die Spannung eines Raums in ein höherwertiges System der Erfahrbarkeit.
Aber diese Kompetenz wird im öffentlichen Raum selten angefragt.

Der Auftraggeber
Wie gesagt, die Grenzen der Privatheit verschieben sich immer mehr in den öffentlichen Raum. Der Auftraggeber ist aber nach wie vor in den meisten Fällen die öffentliche Hand - Und hier kommt es zu Reibungskräften, denn der Prozess der Entscheidungsfindung wird politisch erfahren, und oft nur scheinbar demokratischen Verfahrensweisen unterworfen.
Die Entscheidungen was im öffentlichen Raum ästhetisch wirksam wird und was nicht, wird immer stärker zum sichtbaren Ausdruck individueller Bedürfnisse und Repräsentationsgelüste. Und da wird der Kunst eine funktionalisierte Rolle missbräuchlich zugeschrieben.

Als Beispiel der Umgang mit historischer Substanz:
Früher wurde gnadenlos abgerissen, was nicht mehr als funktional nutzbar betrachtet wurde - da war die historische Substanz wertlos – heute, wo Tourismusmanager die Traditionen exzessiv vermarkten, wird der Denkmalschutz zum vorgeschobenen Posten um zeitgenössische Eingriffe, zB. in ein historisches Ortsbild, möglichst zu erschweren. Auch das ist ein Missbrauch und auch historisch eine Dummheit.

Das Integrieren zeitgenössischer Architektur und Kunst ist nach wie von ängstlicher Unsicherheit geprägt.
Trotzdem fühlen sich aber immer mehr Bürger - als „Experten der Ästhetik“ - dazu befähigt mitzubestimmen, was gut und was schlecht für den öffentlichen Raum ist - ähnlich dem Phänomen, dass jeder, der Fußball vom Fernsehen her kennt, der bessere Teamchef unseres Fußballteams ist; nur hört sich leider der Spaß dann eben auch schon auf, sobald persönliche Befindlichkeiten diskutiert werden - das Spiel ist nicht mehr zu machen – und so schnell kann man gar nicht schauen, wie die Kunst abhaut.
Der künstlerische Handlungsspielraum im öffentlichen Raum ist daher also nach wie vor begrenzter als in den Kunstbetriebsräumen.

Paradoxerweise wird ein erhoffter touristischer Mehrwert durch die Leistung von Künstlern kaum der Produktion von Kultur zugerechnet, sondern wird am Unterhaltungswert gemessen. (Man stelle sich vor, unsere Politiker würden nach ihrem Unterhaltungswert gewählt? Kaum anzunehmen, oder?). Man könnte natürlich sagen, kritische Auseinandersetzung hätte auch so seinen Unterhaltungswert.


Dazu ein altes Zitat von Bazon Brock:
>Man muß es immer wieder betonen, weil es so unglaublich klingt: Sämtliche kulturellen Leistungen in unserer Gesellschaft sind gönnerhafte Zugaben. Die Öffentliche Hand verpflichtet nicht ein einziges Gesetz zu bestimmten kulturellen Leistungen, nicht einmal zu denen, die, weil man sie schon so lange hat und als Errungenschaften der Geschichte nur pflegen müßte, den Heutigen nicht eigentlich als Leistung angerechnet werden können. Das verdinglichte Kulturverständnis scheint davon auszugehen, daß man über Kultur ähnlich wie über Bodenschätze verfügen könne: ein in der Geschichte reichlich gebildetes Reservoir, das man nur auszubeuten, aber nicht zu erneuern brauche. Nach solcher Auffassung scheint die in unserer Vergangenheit angehäufte Kultur auch für die Zukunft auszureichen - nach dem Motto eines großen Kunstverlags: "Tradition ist Fortschritt genug".1977<

Frei nach B.B.:
Sind wir jetzt eine Kulturnation, oder erschöpft sich die Gesellschaft im Sozialstaat? Für den Sozialstaat gibt’s selbstverständlich Gesetze, aber eine Kulturpflichtigkeit in einem Staat, der seine scheinbare Identität aus der Kulturproduktion bezieht, ist offenbar völlig undenkbar.

Über die Verwaltung

Die in Niederösterreich entwickelte Ausgliederung der Budgets zugunsten einer Poollösung bringt tatsächlich sowohl den KünstlerInnen als auch den Bewohner-/benützerInnen eine erhöhte Aufmerksamkeit im Entscheidungsprozeß, und dem Land insgesamt eine erhöhte Wahrnehmung der Funktionsweise von Kunst im Öffentlichen Raum. Die zentral gesteuerte Organisationsform durch eine eigene Abteilung hat längst Früchte getragen, die alle Grenzen das Genres sprengt, und die auch viel weiter geht als das landläufige „Gestalten“ von Umräumen. Die Form einer begleitenden Hilfestellung für die Kommunen lässt den Spielraum einerseits weiter werden, andrerseits hängt die Realisierung der Arbeiten oft von der Initiativkraft Einzelner ab.

In Wien hat ist erst vor kurzem eine GmBH innerhalb der Kulturabteilung als autonome Verwaltung von Kunst und öffentlicher Raum etabliert. Man wird ja sehen, ob sich was tut.

Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst ¬–
das Lebensmodell Kunst wird sowieso alle anderen Modelle überleben, in welchem Raum auch immer, es ist die letzte (rettende) Alternative.





 
 
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