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    Jahr:2000
Wvznr: T99
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> Skulptur im öffentlichen Raum, Tomas Hoke als Künstler und Kurator
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Skulptur im öffentlichen Raum
Tomas Hoke als Künstler und Kurator
Diplomarbeit

zur Erlangung des akademischen Grades
eines Magisters der Philosophie
an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der
Karl-Franzens-Universität Graz
vorgelegt von
Andreas Kristof
am Institut für Kunstgeschichte
Begutachter: Univ.Doz. Dr. Werner Fenz
Graz, Wien, 2000

Inhalt
1. Vorwort 3
2. Kunst im öffentlichen Raum, theoretische Überlegungen 4
2.1. Historischer Abriss 4
2.2. Soziale und politische Bedingungen im öffentlichen Raum 5
2.2.1. Definition des Begriffes »Öffentlichkeit« 6
2.3. Diskurs über die »Ortsbezogenheit« von Kunst im öffentlichen Raum 7
2.3.1. Missverstandene Ortsbezogenheit 8
2.4. Zur Autonomie von Kunst im öffentlichen Raum 9
2.4.1. Systemtheorie 10
2.4.2. Die Begriffe »Heautonomie« und »Finalisierung« 11
2.5. Zusammenfassung der wesentlichsten Punkte 12
3. Ausstellungsprojekte im öffentlichen Raum: Tomas Hoke als Kurator 12
3.1. Biografie 12
3.1.1. Schmuckproduktion 13
3.2. Biennale Intart, ein Projekt im nicht-institutionellen Raum 1990/92 14
3.2.1. Eine kurze Geschichte der Intart 14
3.2.2. Die Rettung der Welt 15
3.2.3. Medien und Öffentlichkeit 16
3.2.4. Eroberung von Außenräumen 17
3.2.5. Künstler-Interventionen 18
3.2.5.1. Der Krieg 44
3.3. Das Alpen-Projekt 1992/94 19
3.3.1. Resümee der Intart und der Vorgeschichte des Alpen-Projektes 20
3.3.2. Alpenthemen 20
3.4. Vor Ort, öffentliche Kunst in Kärnten 22
3.4.1. Zum Begriff der »Resonanz«, Tomas Hokes Verständnis einer
Kunst im öffentlichen Raum 22
3.5. Der Künstler als Kurator 23
4. Betrachtungen zum Thema Kunst am/und Bau 24
4.1. Kunst am Bau, eine Begriffsklärung 24
4.2. Historische Bedingungen 24
4.3. Rezeption in den Nachkriegsjahren 25
5. Tomas Hokes Kunst am/und Bau-Projekte 27
5.1. Das Portal für den Dom zu Gurk 28
5.1.1. Walter Pichler, Tor des MAK 29
5.2. Kalkwerk, ein Prozess der Formfindung 30
5.3. Gestaltung der Galerie Slavik in Wien 32
5.4. Das Verhältnis zwischen Künstler und Architekt 33
5.5. Leukein, oder die Dinge hinter den Dingen sehen 34
5.6. Daseinssperre-Leere Masse, Projekte der Kunst am/und Bau ?
eine Ausstellung 37
5.6.1. Sperre I und I I 37
5.6.2. Labyrinth und Narc-Headroom 38
5.6.3. Die Skulptur des Engels, eine lange Geschichte 40
5.6.4. Paradise lost 40
5.6.5. Nike, eine weitere Geschichte 41
5.7. Weitere Kunst-am/und-Bau-Projekte 42
5.7.1. Der Wächter, eine kinetische Skulptur 42
5.7.2. Basis Element A, Landesgalerie Klagenfurt 43
5.7.3. Drei Tore, VOEST-ALPINE, Linz 44
5.7.4. Wagen, Baden 44
6. Tomas Hokes Arbeiten im Landschaftsraum 45
6.1. Kunst versus Natur 45
6.2. Quellenhaus, Semmering 46
6.3. Grandfathers, Arte Sella 46
6.4. Lusto circle, Finnland 48
7. Schlusswort 49
8. Bibliografie 50
9. Abbildungsverzeichnis 52
10. Fußnoten 53

Kurzzusammenfassung

Die vorliegende Arbeit Skulptur im öffentlichen Raum. Tomas Hoke als Künstler und Kurator versucht einige Aspekte und Bedingungen einer Kunst, die im Außenraum stattfindet, am Beispiel eines Künstlers der mittleren Generation zu beleuchten.
Kunst im öffentlichen Raum ist eine soziale, demokratische und künstlerische Praxis, die weder provinzialistisches, noch fein abgehobenes Handeln beinhaltet. Denn jeder Ort, an dem etwas getan wird, besitzt einen eigenen Modellcharakter: jenen der Menschen, die diesen Ort benutzen, bevölkern, ihm einen Ausdruck geben.
Die Auffassung von Kunst als Möglichkeit zur Befriedigung bestimmter Ansprüche der Öffentlichkeit ist, historisch gesehen, die Regel. Kunst im öffentlichen Raum als subjektive, allein vom Künstler bestimmte Ausdrucksform war und ist undenkbar. Bei Kunst am/und Bau kommt erschwerend der Umstand hinzu, dass die Trägerfläche Architektur nicht nur ebenfalls gestalteter Untergrund ist, sondern auch den Kriterien der Funktionalität und der problematischen Einbindung in den öffentlichen Raum Genüge tun muss.
Sich in diesem komplexen Themenkreis, der über die Bedingungen von Kunst hinausgeht, zu bewegen war und ist das Anliegen des Künstlers Tomas Hoke. Er macht sich nicht nur die verschiedenen Medien wie Plastik, Architektur, Zeichnung und Film für die Darlegung seiner künstlerischen Anliegen zunutze, sondern wendet sich Anfang der 90er-Jahre verstärkt auch der Organisation von Kunstprojekten zu. Schon die frühen Schmuckarbeiten ? »Inszenierungen« am Körper ? wie auch die im Ereignis Kalkwerk angeregte Beteiligung von Personen tragen den Verweis auf Handlungsbedarf in sich. So wird auch dem Wunsch nach Aktivität im Bereich der Kunst-Projekt-Gestaltung nachgegeben. Als »Koordinator« versucht Hoke die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder einer solchen Produktion unter der Voraussetzung eines übergreifenden, umfassenden Ideals zu subsumieren.
Dem Künstler ist es ein Anliegen, eben nicht nur durch die Produktion so genannter »sinnstiftender« Werke, sondern auch als Rahmengestalter für allgemeine künstlerische Bedingungen kulturelle und dadurch auch gesellschaftliche Relevanz zu erlangen. Dabei entwickelt sich die künstlerische Programmatik sukzessive von der kleinplastischen Gestaltung über raumgreifende und raumschaffende Objektarchitekturen bis hin zu aktionistischen Äußerungen.






 
 
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