Kategorie - Lichtarbeiten  
  >> Orpheus ´blaue Stunde
    Jahr:1998
Wvznr: 419
Multimediale Installation im Rahmen der Ausstellung Twilight
Orpheus BLAUE STUNDE: Der Begriff leitet sich aus der Definition des Insektenforschers H. Fabre ab, der die Zeitspanne der Nacht im Übergang zum Tag beschreibt. In dieser kurzen Dauer herrscht in der Natur plötzliche Ruhe, kein Tier gibt einen Laut von sich.
Diesem Zeitfenster ist die Installation gewidmet.
Sie besteht aus einem abgedunkelten und um 3°C. herabgekühlten Raum, aus einem Spiegelobjekt, das den Betrachter auf den Kopf stellt und an desen Ober- bzw. Unterkante blaue Neonlisenen leuchten (einziges Licht im Raum) und zwei, im Kontra Fis gegeneinander leicht verstimmeten Orgelpfeifen (die eine Schwebung im Raum erzeugen).
Durch die Maße des Raumes (8,4m lang) werden die Klangwellen dergestalt überlagert, dass ein schachbrettartiger Klangraum entsteht.
Ein Bienenwachsgefäß verströmt gewärmt Honigduft.

Betritt man den Raum, empfindet man zunächst nächtlich Kühle und den widersprüchlichen Honigduft, geht man weiter, wird man schrittweise von der Klangtmplitude sich verändernden Raum zu einem dem Tempelhüpfen nicht unähnlichem Verhalten gebracht - die unsichtbaren Felder des "Schachbretts" wechseln sich bei jedem weiteren Schritt mit entweder heftigen Tonschwingungen oder völlig flachem Brummen ab. Gelangt der Besucher dann an den Spiegel, wird sein Spiegelbild kopfüber erscheinen.
Der Raum dringt in seiner Intensität unmittelbar in das Bewußtsein des Besuchers und hinterläßt nachhaltigen Eindruck.



 
 
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