Kategorie - Kunst im ��ffentlichen Raum  
  >> Passage/Korridor, Wettbewerb Landesversicherung St. Pölten
    Jahr:2006
Wvznr: 585
Interaktive Lichtwände im Eingangsbereich
Tomas Hoke
Wettbewerb NÖ Versicherung, St Pölten

Projekt:
Interaktive Lichtpassage

Eingangshalle

Meine Gestaltungsfelder sind nicht die beiden Wände, sondern die vorgelagerten Säulenpaare, die ich als architektonische Pole für meine verspannte Installation nutzen will.
Begründung:
Es soll eine „Schleuse“ entstehen, die mit der Umgebung im weitest Möglichen kommuniziert: Mit der Architektur symbiotisch, mit den Menschen paraphrasierend.

Passage/Korridor
Interaktive Lichtinstallation

Farbige Schatten der Besucher bilden sich an zwei Wänden ab, sowohl an deren Vorder- wie auch an deren Rückseite der beiden leuchtenden Displays.

Zwischen den vorderen Säulenpaaren der Eingangshalle werden parallel rechts und links der Eingangsachse transluzente Membrane gespannt. Die beiden Membrane sind um die Säulen gespannt, die Unterkante ist 30 cm, die Oberkante 230 cm vom Boden entfernt. Im jeweiligen Innenraum der Module sind RGB Leuchtstoffmodule flächendeckend eingebaut. Diese Module können sämtliche Farben des sichtbaren Spektrums generieren.
Die Grundfarbe der Installation ist weißes Licht.

Geht nun ein Besucher zwischen den beiden Wänden hindurch, wird er von Infrarot- und Radarsensoren erfasst und in den Flächen bildet sich ein farbiger „Schatten“, der sich mitbewegt, ab.
Es kommt nun darauf an, in welcher Entfernung von der jeweiligen Wand der Besucher vorbei geht: Bei Annäherung verfärbt sich der Schatten durch das Spektrum hindurch zu Rot, bei Entfernung zu Blau. Diese Schatten sind auch auf der vom Besucher abgewandten Seite mit zu verfolgen.

Gehen viele Menschen durch, in verschiedenen Abständen und Geschwindigkeiten, wird diese multiple Bewegung sich in sehr bewegten „Farbschatten“ über die gesamten „Displays“ abbilden.

Durch eine „Memoryschaltung“ können auch in besucherlosen Zeiten nach dem Zufallsprinzip selbstständige Figuren über die Flächen huschen.


Konstruktion
Edelstahlformrohr Elemente, die um die Säulen greifen.
Die lichtleitende Membran wird kantenbündig eingespannt und ist durch ihre Elastizität immer straff gespannt.

Wartung / Energie
Die TL5 Leuchtstoffröhren sind gegenüber den herkömmlichen steuerbaren Leuchtstoffröhren extrem langlebig. Ihre hohe Leuchtkraft wird mit neuen Technologien stromsparend erreicht.
Durch eine tageslichtabhängige Schaltung wird der Verbrauch nochmals reduziert.
Die Module sind von oben und unten zugänglich, sodass eine Wartung problemlos erfolgen kann.

Die Sensortechnik:
Im Inneren der beiden Elemente sind Reihen von Sensoren montiert, die durch die Membrane hindurch die Bewegungen und die Entfernungen der Besucher matrixmäßig erfassen (Radar/Infrarot).
Die Sensorenreichweite entspricht dem Abstand der beiden Displays zueinander, die Entfernung des Besuchers zu den jeweiligen Sensoren spielt aber für die Lichtfarbe eine Rolle: Z.B.Je größer der Abstand zum Sensor, desto mehr verschiebt sich die Lichttemperatur Richtung Blau, je näher, desto mehr nach Rot. Die Ruhefarbe ist weiß (leuchtend).
Die Steuerung (DALI) erlaubt es auch alle Farbtöne linear zu dimmen, was für die verschiedenen Tageslichtsituationen des Umraums von Bedeutung ist.

RGB Module (Leuchtstofflampen T5, EVGs), Radar und Infrarotgesteuert: Jede Bewegung der Besucher wird synchron direkt als mitbewegende farbige Lichtfelder auf den Displays sichtbar. Die Farbtemperatur hängt vom Abstand ab.
Jedes Modul wird einzeln über die Matrixsteuerung angesteuert, sodass mehrere Abläufe gleichzeitig auch überlagernd möglich sind. Daher sind sämtliche Farben des sichtbaren Spektrums im Spiel. Die Grundlichtfarbe der beiden Displays ist weiß.





 
 
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