Kategorie - Kunst im ��ffentlichen Raum  
  >> Quellenhaus Gasteil
    Jahr:1996
Wvznr: 391
Revitalisierung des Quellhauses für die Ortschaft Gasteil /Gloggnitz Edelstahl, Stahl, Kupfer
Projekt: Kunst in der Landschaft 3, Gut Gasteil, Johannes und Charlotte Seidl

Material Chrom-Nickelstahl 4301 / Stahlträger verzinkt
Länge: 410 cm
Höhe: 300 cm
Breite: 266 cm



VORAUSSETZUNG

Das am Abhang stehende Quellenhaus ist renovierungsbedürftig. Das begrünte Dach (Betonplatte) ist undicht. Im Zuge der Ausstellung KUNST IN DER LANDSCHAFT 3 soll dieser Zustand mit einer permanenten Installation bereinigt werden. Mein Projekt sieht vor, das bestehende Haus zu renovieren und mit einer Dachkonstruktion aus Stahl (Edelstahl) zu versehen.

Zunächst wird das bestehende und desolate Vordach abgerissen. Auf die von Erdreich befreite Dachplatte wird eine 12 cm dicke Stahlbetonplatte ohne Vorkragungen aufgebracht. In dieser neuen Platte sind bereits Schraub /bzw. Schweißgründe für die Dachkonstruktion mit eingegossen.

AUSSENHAUT: Der Kubus kann entweder neu verputzt und frisch gekalkt (in den feuchten Putz = frescoartig / versintert) oder mit rostfreien Stahlplatten verkleidet werden. Sollte genug Material vorhanden sein, werden durchgehende Stahlplatten senkrecht aneinander gestellt und mit der Dachtragekonstruktion verbunden (Schweißpunkte an den H -Trägern z.Bsp.); untereinander mit kurzen Schweißnähten. Unten werden sie im Erdreich versenkt, sodaß zwischen Wand und Erdreich eine klare Trennung erzeugt wird. Eventuell, sollte es notwendig sein, könnte man entlang der Wände ein Schotterbett bereiten, damit Spritzwasser besser abfließen kann ohne das Erdreich wegzuwaschen.
Die Tür wird aber auf jeden Fall mit Edelstahlblech beschlagen. Alle Oberflächen werden im?Original Hoke Schliff? bearbeitet.

DIE DACHKONSTRUKTION

4 H -Träger (verzinkt u. mit Eisenglimmerfarbe gestrichen = schillernd dunkelgrau/Sica ) werden mit der Betonplatte (Schraub/Schweißgründe)verbunden. Die Enden dieser H - Träger sind mit zwei Niro- Rohren verbunden. Ein sehr großes Niro -Blech (Fa. BERNDORF Bandwerk) wird nun zwischen den Rohren so eingespannt, daß eine Wölbung nach oben entsteht. An der Vorderseite kragt das Dach ca. 90 cm vor. Hier werden die Rohre mittels einem Stahlseil (Niro) verbunden, da hier kein Auflager mehr den Druck aufnehmen kann. Am Ende der Rohre wird das Dachblech mit Flantschen festgeschraubt.

Die Konstruktion ist einfach, durchschaubar und effizient. Durch die Spannung des federharten Berndorf-Materials, ist genug Stabilität gegeben um auch größere Schneelasten unbeschadet zu verkraften.

Das Quellhaus wird durch diese etwas architektonische Arbeit, die im Grunde ein Schutzbedürfnis befriedigt, als klares Zeichen in der Landschaft bestehen. Es kommt meiner Intention sehr entgegen hier etwas nicht museales verwirklichen zu müssen, sondern durch einen einfachen, konstruktiven Gedanken ein angefallenes Problem (Wasserqualitätsverlust durch Einsickern von Schadstoffen durch die Dachplatte) zu lösen.



Tomas Hoke, 5.3.1996




 
 
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