Kategorie - Kunst im ��ffentlichen Raum  
  >> Der wandernde Blick trifft auf den blinden Fleck
    Jahr:1992
Wvznr: 363
Bogen mit Applikationen Edelstahl, Bronze, Stahl, Stahlseile, 20 x 7,5 x 4 m
Monika Pessler in "Werbericht", AuszugDas Projekt ?Leukeïn?7 im Bereich der Augenklinik und der Abteilungen Anästhesie und Neurochirurgie im LKH-Klagenfurt, 1991/92 entstanden, vereint sowohl Außen- wie auch Innenraumgestaltung (Abb. 102). Die Vernetzung von inhaltlichen und ästhetischen Parametern läßt ein komplexes Beziehungsgefüge entstehen, das sich nur im Zuge einer Rezeption der bildnerischen Metaphernreihe entschlüsseln läßt. Entsprechend beschreibt Hoke die Grundidee dieses Werkes wie folgt: ?Die drei Abteilungen mit ihrem Zusammenhang sollen mit künstlerischen Mitteln verklammert werden. Der Aufbau der Gestaltung orientiert sich an den räumlichen Voraussetzungen (?), sowie an den Verknüpfungen der Sinnesorgane und deren anatomischen Aufbau?8.

Den Beginn dieser Reihe von ?Kunst-Stationen? stellt die Großplastik ?Der wandernde Blick trifft auf den blinden Fleck? vor dem Eingang zur Klinik dar. Ein schräg im Boden verankerter Bogen aus rostfreiem Stahl spannt sich über das dem Bau vorgelagerte Rasenstück. Das ellipsoide Element steht für die Netzhaut des Auges, von der die einfallenden Lichtreize aufgenommen werden. Auf dem stählernen ?Augenhintergrund? sind zwei besondere Stellen markiert: Der Ort der größten Sehschärfe, der gelbe Fleck, wird von unten durch die Spitze eines Kupferrohrs bezeichnet, das in seiner gedachten Verlängerung zum Zentrum der Linse auf der anderen Seite des Sehapparates führt. Der blinde Fleck findet seine Charakterisierung in der Montage einer obenaufsitzenden Plastik auf Rädern. Dieses scheinbar mobile Element trägt zwei vertikal ausgerichtete Trichter, die sich an ihren schmalen Enden im Mittelpunkt des ?Fahrgestells? treffen. Vom unteren, kleineren Kegel führt eine strahlenförmige Konstruktion aus Stahlseilen zum Boden. Diesmal kennzeichnet die Basis der gedachten Verlängerung den Durchmesser der Augenlinse.

Ist an erst genannter Stelle die Dichte der Zäpfchen, die für die Farbeindrücke verantwortlich sind, am größten, so enthält der Ort des blinden Fleckes keine Sehzellen und ist daher lichtunempfindlich ? von dort führt der Nervenstrang zum Gehirn.




 
 
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