Kategorie - Architektur  
  >> Saager Ateliers OG
    Jahr:1998
Wvznr: 414
Projekt: Saager Ateliers kunstbau.saager, Kärnten
1.Stock, Nordflügel 1998-99
Naßzelle, Heizung, Schrankraum, Teeküche 1998
Voraussetzung:
Im Nordflügel des Renaissancebaus waren drei aufeinanderfolgende Räume zu sanieren.
Raum1: Der östliche Raum mit einem Fenster nach Osten und einem Fenster nach Norden, 38 m2, Holzdecke;
Raum2: ein Mittelraum zwei Fenster gegen Norden einem Fenster gegen Westen, 45m2, Tonnengewölbe;
Raum3: ein kleiner Turmraum, 3 Fenster, Osten, Westen, Norden,16m2, Stichkappengewölbe.
In diesen Flügel wurde eine autonome Etagenheizung mit Warmwasserbereitung, eine Naßzelle, eine Kochnische und ein begehbarer Schrank, der auch den Heizkessel integriert, eingebaut.
Die Böden blieben bis auf den des Mittelraumes erhalten. Der Mittelraum erhielt einen Lärchenboden, der auf den alten schwimmend verlegt wurde.
Planungsziel:
Die Räume wurden in ihrer ursprünglichen Form nicht verändert ? alle Neueinbauten haben »Möbelcharakter«.
Eine zentrale Funktion erhält die Naßzelle, die als Verbindungsblock den Raum 1 und den Raum 2 verklammert. Die Position liegt exakt auf der Mittelachse der beiden Räume.
Die ursprüngliche zentrale Verbindungstür wurde herausgerissen (Einbau aus den 20er Jahren, nach Brand und Einsturz der Holzdecke im Raum 2), und durch einen sichtbaren 2,6m doppelten H-Träger auf 2,6m Höhe und 2,4m Breite erweitert. In diesen Durchgang wurde die Naßzelle »eingeschoben« ? allerdings ragt in den Raum 1 nur der große, farblos lackierte Röhrenheizkörper.
Mittels einer Schiebetür, die hinter dem Heizkörper hervorgezogen wird, werden beide Räume getrennt.
Im Raum 2: Der begehbare Schrank und Technikraum (Heizung, Warmwasser, Elektro, Kleinlager) ist an der Kaminwand angebaut, sodaß zwischen Schrank und Naßzelle ein nach oben offener Korridor entsteht.
Die Kochnische wurde im Raum 2 nordseitig an der Trennwand zwischen Raum 1 und Raum 2 errichtet (Frühjahr 1999).
Technik und Material
Strategie der kürzesten Verbindungen, der maximalen Raumnutzung, der energieerhaltenden Konzentrationen.
Die Naßzelle
Auf einem Grundriß von 2,6 x 1 Meter wurdeeine Duschkabine (1 x 0,8 m) und ein Waschbecken (1 x 0,5 m), sowie hinter dem verschiebbaren Spiegel Regale eingebaut.
Materialien: 10mm Baueternit imprägniert (Pulviol S Avenarius Agro), satiniertes 8mm ESG Glas, montiert auf Edelstahlformrohrkonstruktion. Schiebetür satiniertes 8mm ESG Glas auf oben offenen liegenden Bronzerollen.
Außen an den Schmalseiten wurden die großen Heizkörper (Röhrenheizkörper Zehnder Techno-line), sowie die Schiebetür (Eternit auf Holzplatte) montiert.
Die Heizkörper so anzulegen hat zwei Hauptgründe:
1. sollten die tiefen Fensternischen nicht durch Heizkörper gestört werden
2. als strukturbildendes Element (gleichzeitig Kachelofeneffekt).

Alle Wasserleitungen und Heizungsleitungen konnten in einem Kanal verlegt werden: Heizzelle ? Naßraum ? Kochnische: Gesamtlänge 6m!
Der Raum 3 wird mit einem Heizkörper an die Heizung angeschlossen, ein (ursprünglich zugemauertes) Fenster wurde in Edelstahl und Isolierglas neu in die vorhandene und freigelegte Steinumfassung eingebaut.



 
 
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