Kategorie - Architektur  
  >> Gurk Dom Portal
    Jahr:1988
Wvznr: 312
ca 350 x 180 x 15 cm Kern Birnbaumholz massiv, Edelstahl, Bronze, Zinnschriften
Monika Pessler in "Werkbericht"

1988 wird dem Künstler der Auftrag für die Gestaltung des Hauptportals und eines Volksaltars für den Gurker Dom in Kärnten übertragen. In diesen altehrwürdigen „Kunstspeicher“ integriert Hoke durch Eingriffe in das historische Ambiente ein zeitgenössisches Kunst-Statement.

Die ehemals offene, romanische Vorhalle wurde 1340 durch den Vorbau einer Fensterwand abgemauert. – Das neue Tor fügt sich der gotischen Fassadenstruktur. Das vertikale Stabwerk des Maßwerkes findet in den rostfreien Stahlprofilen des Portals seine Fortsetzung. Die so erreichte optische Verlängerung wie auch der tief angesetzte Türknauf vermitteln einen Eindruck von den ursprünglichen Proportionen der Fassadengliederung, die durch einen nachträglich aufgeschütteten Erdwall vor der Kirche um ca. 40 cm verkürzt und damit empfindlich gestört wurde (Abb. 33, 35). Die Füllung aus Birnenholz präsentiert sich nach außen hin von Bronzeblechen verkleidet, an der Innenseite liegen der gewachste Holzkern und die mechanischen Konstruktionen der Scharniere und Verschlußmechanismen frei. Trägt die unbehandelte Bronzeverschalung die Spuren der Benutzung zur Schau – jede Berührung des Metalls wird durch den Oxidationsprozeß sichtbar – so tritt die Funktionalität des Werkes an der Innenseite deutlich zu Tage. Den vorherrschenden Bedürfnissen entsprechend kann das vierteilige Tor zur Gänze oder auch nur teilweise, zweiflügelig geöffnet werden. – Der mechanische Gebrauch deckt sich mit der ästhetischen Formulierung.